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Geschrieben von Michel Roelse
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Am 15. und 16. Oktober dieses Jahr fand wieder das alljährliche Aufbauturnier in Leingarten statt. Nachdem Ettlingen in den letzten Jahren immer wieder das heiß begehrte Ziel verfehlte, wurde dieses Jahr die Planung intensiviert und lange von vorne herein in Angriff genommen.
Jetzt fragt Ihr euch bestimmt; welches Ziel. Wieso verfehlt (Die ESV-Badmintonabteilung ist doch unfehlbar!)? Jedes Jahr kann man auf diesem Turnier einen Vereinswanderpokal gewinnen. Das Ding ist zwar nicht hässlich oder so, wiegt aber ordentlich was und man muss es immer wieder gravieren lassen. Da keiner das gravieren übernehmen wollte, wurde jedes Jahr versucht diesen Pokal los zu werden. Aber leider gab es in den letzten Jahren keinen Verein, der am zweiten Tag des Turniers noch fit genug war um uns Punktemäßig zu überholen. Und dann mussten wir das Ding wieder mitschleppen (der Nebengewinn - ein Karton mit Weinflaschen - wurde natürlich gerne als Extra mitgenommen). Nachdem letztes Jahr wieder jemand sich einen Bruch geholt hat beim Lupfen des Pokals, wurden jetzt drastischere Maßnahmen genommen um erfolgreich zu werden. Da das Turnier nur für Spieler bis zur Verbandsliga ausgeschrieben ist, hat die erste Mannschaft sich angestrengt um in der Badenliga zu bleiben. Durch diesen Erfolg durften unsere Starspieler nicht mehr mitmachen. Dies erhöhte unsere Chancen erheblich, den Pokal endlich Mal nicht zu gewinnen. Um den Schein zu wahren, dass wir doch unser bestes geben, hat sich der Michael Schäfer geopfert und spielte mit. Um die Chancen weiter zu erhöhen, hatte er sich einen Nicht-Ettlinger als Partner besorgt. Leider verirrte dieser sich in der Pfälzischen Pampa. Er saß fest. Jetzt traf der Notlösung im Kraft: Samstagnacht besorgte sich der Michael einen neuen Partner in Form von Michel Roelse. Diese beiden erschienen jetzt Sonntagmorgen nüchtern und ausgeschlafen (eine ziemlich Ausnahme für Ettlinger Spieler) in der Leingartener Sporthalle. Dieses erfolgreiche internationale Duo unseres Vereins fegte wie einen Wirbelsturm durch die Vorrunde des Turniers. Keiner der Gruppengegner könnte ihnen das Wasser reichen. Ungeschlagen kamen Sie in die KO-Runde. Auch hier wurde deutlich, dass die Mission immer noch nicht zu Ende war. Die Gegner des Achtelfinales waren so eingeschüttert, dass Sie sich nicht trauten anzutreten. Somit kamen Michael und Michel ins Viertelfinale. Jetzt fing das Zittern an. Bei einem Sieg im nächsten Spiel gab es immer noch eine (theoretische) Chance auf dem Wanderpokal. Dies wollten wir sicherlich nicht, weil wir dann unser Missionsziel verfehlen würden. Da es unsere Moral aber verbietet, absichtlich zu verlieren, stand Michael und Michel ein heißer Tanz bevor. Zum Glück waren die Gegner im Viertelfinale so stark, dass Sie Ettlingen den Weg zum Pokal und somit die Erfüllung Ihrer Mission ermöglichten. Nach einem harten Kampf bis auf das Zahnfleisch konnten Michael und Michel müde, aber erfolgreich, heimkehren. Also: Vielen Dank an unsere tapferen internationalen Spieler, welche für Ettlingen die Ehre hochgehalten haben. |
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Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 3. Februar 2011 )
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