Autor: Linus Schmiederer

Für das Turnier gemeldet sind Christoph Ludwig, Fabi „the Big one“ Bergrande im Herren-Doppel der A-Klasse, Simon Gerth und Linus Schmiederer im Herren-Doppel der S-Klasse, Simon Gerth mit Laura Gottwald (TSV Gärtringen), sowie Christoph Ludwig mit Laura Kappenberger im Mixed der A-Klasse.

 

Die erste Hiobsbotschaft bereits am Freitagabend bei der Nachbereitung des Trainings im Vogelbräu: Laura Kappenberger und Christoph Ludwigs erfahren kurzfristig, dass sie es lediglich auf einen Warteplatz für das Mixed geschafft haben und somit nicht antreten können. Laura fällt somit auch in ihrer Funktion als Puschelträgerin aus und die verbleibenden Antretenden müssen auf die mentale Unterstützung verzichten.

Mit achtminütiger Verspätung startet am Samstagmorgen das Mixed. Simon, der nach auskuriertem Bänderriss wieder Wettkampferfahrung sammeln möchte, tritt mit Laura Gottwald aus Gärtringen an. Gestartet wird in Vierergruppen, die Erst- und Zweitplatzierten qualifizieren sich für die Zwischenrunde. Trotz keiner gemeinsamen Spielpraxis harmonieren die beiden gut miteinander und gewinnen ungefährdet ihr erstes Spiel. Da das zweite Spiel kampflos gewonnen wird, stehen die beiden bereits vor dem letzten Vorrundenspiel im Viertelfinale. Im dritten Spiel der erste Dämpfer, das glatt in zwei Sätzen verloren geht. Das Viertelfinale gilt es gegen die sympathische Sindelfinger Paarung Mohr/Wochelen zu bestreiten. Auf einen ungefährdeten ersten Satz folgt eine knappe 22:20 Niederlage im zweiten Satz. Zum Wechsel im dritten Satz haben Laura und Simon einen Vier-Punkte-Vorsprung, den sie bis zum Ende halten können. Es folgt das prestigeträchtige Spiel um den begehrten dritten Platz. Simon und Laura gewinnen den ersten Satz knapp mit 21:19. In der Mitte des zweiten Satzes gibt es zwischen beiden Seiten Uneinigkeiten hinsichtlich des Punktestandes. Laura und Simon geben sich loyal und verzichten auf einen ihnen zustehenden Punkt. Aus einem 16:13 Vorsprung  wird ein 15:13. Von dieser Unruhe kurzfristig irritiert, verlieren sie den Faden und geben den zweiten Satz 19:21 ab. Im dritten Satz liegen die Beiden bereits hoffnungslos 11:19 hinten, mit enormem Kampfgeist, Courage, unbändiger Willenskraft und Kampfgeist erkämpfen Simon und Laura in starken Ballwechseln Punkt für Punkt, drehen das Spiel 21:19 und krönen sich verdientermaßen zu den Drittplatzierten - die Freude ist riesig bei den auf der Bank sitzenden Fabi und Linus.

À propos Fabi und Chris: die Beiden sind mit einer zuverlässigen 25-minütigen Verspätung zur Meldefrist mittlerweile angekommen, können allerdings trotzdem antreten, da das Doppel erst mit einer Verspätung von rund zwei Stunden startet. Zunächst müssen die Beiden die Modalitäten klären: das erste Bier wird erst nach der ersten Niederlage getrunken.

Auch in den Doppels werden zunächst Gruppenspiele absolviert. Da die ersten beiden Spiele souverän ohne Satzverlust gewonnen werden, werfen Fabi und Chris ihren guten Vorsatz über Bord und trinken das erste Bier. In der Folge wird das Spiel von Chris deutlich ruhiger und übersichtlicher. Auch das dritte Vorrundenspiel gewinnen die Beiden und ziehen somit souverän in die Zwischenrunde ein.

Parallel dazu sind auch Simon und Linus in der S-Klasse gestartet. Da lediglich fünf Paarungen gemeldet sind, wird eine Gruppe gebildet, in der alle gegeneinander antreten. Das erste Spiel gegen die späteren Turniersieger wird aufgrund zu vieler unforced errors im dritten Satz verloren. Im zweiten Spiel gegen die Waghäusler Paarung kann ein glatter Sieg in zwei Sätzen eingefahren werden.

Chris und Fabi bestreiten derweil ihr Viertelfinale gegen das altersmäßig ungleiche Duo von PSV Ludwigshafen das aus Oberliga-Erfahrung und Nachwuchsförderung besteht. Nach gewonnenem erstem Satz folgt eine 21:19 Niederlage im zweiten Satz. Den dritten Satz können die beiden ungefährdet mit 21:16 gewinnen und stehen somit im Halbfinale, das sie in zwei knappen Sätzen für sich entscheiden.

Simon und Linus müssen sich in der Zwischenzeit der stark spielenden Bad Säckinger Paarung Loch/Zeoli geschlagen geben. In dem letzten zu bestreitenden Spiel geht es gegen die Paarung Kappler/Haack. Auch hier langt es leider nicht zu einem Satzgewinn, auch wenn die Gegner nicht außer Schlagweite zu sein scheinen.

Im Finale gilt es für Fabi und Chris die Herrenberger Fraktion Kalte/Senst zu schlagen, die sich mit geballter Offensiv-Power den Weg ins Finale geebnet haben. Den Kontrast dazu bieten Fabi und Chris, die für ihre Defensiv-Spezialitäten bekannt sind. Nach verlorenem ersten Satz und gewonnenem zweiten Satz folgt der Entscheidungssatz. Auf hohem Niveau bieten sich beide Seiten einen offenen Schlagabtausch mit starken Ballwechseln. Smash auf Smash von Seiten der Herrenberger, zum Teil übersichtliches zum Teil aus der Not geborenes abwehren auf Seiten der Ettlinger. Insbesondere der Herrenberger Youngster Tommy Senst setzt Fabi und Chris mit seiner Power immer wieder unter erheblichen Druck. Zum Wechsel bei elf im dritten Satz auf die bessere Seite liegen die Beiden mit 7:11 zurück. Bis zum Stand von 16:20 schaffen sie es auch nicht, diesen Rückstand zu verringern. Was folgt ist an Dramatik nicht zu überbieten. Nervenstarke Angaben von Chris münden in starke Ballwechsel in denen die Ettlinger Fehler erzwingen und somit zum 19:20 aufschließen. Leider langt es für die Beiden nicht ganz und müssen sich somit in einem von allen vieren stark gespieltem Match knapp mit 19:21 geschlagen geben.

Randnotizen:

-          Den Titel für die am meisten verbrannten Kalorien an diesem Tag geht an Simon Gerth, der bei rund 10.000 liegt und abends im Bett wahrscheinlich an ein Beatmungsgerät angeschlossen werden musste

-          Chris beweist moralische Größe und erklärt sich nach dem zweiten Bier bereit, ab sofort nur noch alkoholfrei zu trinken und abends den Fahrtdienst zu leisten.

-          2018 wird Ettlingen wieder beim Kraichgau-Turnier vertreten sein

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